Gschicht

1871

Anere Sitzig met de Mitgliider vo de Sektione Toggeburg ond Säntis werd bschlosse, de beidne Sektione Aatrag z stelle, en Weg öber d Muusfalle ond öbers Fliesbord (Tierwees) of de Säntisgipfel z baue.
E paar Möned spöter stimmed beidi Sektione em Aatrag zue.

An einer Sitzung mit Mitgliedern der SAC-Sektionen Toggenburg und Säntis wird beschlossen, den Sektionen den Antrag zu stellen, einen Weg von der Schwägalp zum Säntisgipfel zu erstellen. Dieser sollte über die Mausfalle, Fliesbord (Tierwis) zum Gipfel führen.
Einige Monate später stimmen beide Sektionen dem Antrag zu.

 

 

1872

het mer met de Wegärbete aagfange. Die Manne hend aade i de Militärzelt, i de Nöchi, wo di hütig Stötze ees stoht, eri Onderkunft kaa. Isch nüd lang gange, so sönd die Zelt ufgschletzt gsee ond met allem Dromm ond Draa gstole worde. Dröberabe wird bschlosse, e Hötte im Fliesbord för d Wegbauer ond die zuekünftige Säntis-turischte z baue. 

Mit den Wegbauarbeiten wird begonnen. Die Arbeiter nächtigen jeweils in Militärzelten dort in der Nähe, wo jetzt die Stütze 1 der Säntisbahn steht. 
Nach kurzer Zeit werden die Zelte aufgeschlitzt und der gesamte Inhalt gestohlen. Beide Sektionen sehen es als Notwendigkeit, für eine Schutzhütte für Säntisbegeher und Wegarbeiter besorgt zu sein. So wird beschlossen, eine Hütte zu bauen.

 

 

1872-1873

En efachi SAC-Klubhötte met Schteemuure ond eme Schendletach werd baue. Dinne hets e Füürstell, Tisch, Bänk ond e Heulager för acht Persone.

Eine einfache SAC-Clubhütte mit soliden Seitenmauern und einem Schindeldach wird erstellt. Im Innern befinden sich eine Feuerstelle, Tische, Bänke und ein Heulager für acht Personen.

E so het d Tierwees i junge Johre usgse.

1874

hets scho 184 Iiträg im Höttebuech.

Im Hüttenbuch haben sich bereits 184 Besucher eingetragen.

Of em Weg zom Säntis i de Charefelder ob de Tierwees

1879

Wells äffel Lüüt ka hed, het me denn en Höttewart gsuecht. De erscht Höttewart i de Tierwees isch de Herr Looser vom Ennetbüehl gsee.

Bald drängt sich die Frage auf, einen Hüttenwart für die Tierwis einzustellen. Herr Looser aus Ennetbühl wird als erster Hüttenwart für die Sommermonate bestimmt.

 

 

1880

Di öschtlech Muur mos me neu mache. Gliichzitig werd au de Bode i de Hötte inne neu gmacht.

Die östliche Mauer muss neu erstellt werden. Ebenso wird der Fussboden im Innern der Hütte erneuert.

 

 

1891

Di chli Hötte het bald nomme glanget. E grösseri met eme Gibeldach werd baue. Die cha mer denn im Herbschtmoned iiweie.

Die kleine Hütte genügt den Ansprüchen nicht mehr. Im September wird die renovierte Hütte mit Giebeldach eingeweiht.

 

 

1898

Herr Looser trettet als Höttewart zrogg. D Kommissio bestimmt de Johannes Zimmerma, Wert vom Chräzerli, als Nochfolger. Er hed jetz scho im Sinn, e Wertschaft z baue. Die zwoo Sektione bewilliged de Bau. 

Herr Looser tritt als Hüttenwart zurück. Die Kommission des SAC wählt Johannes Zimmermann, Wirt vom Gasthaus Kräzerli, am Weg zur Schwägalp, als seinen Nachfolger. Johannes Zimmermann plant, ein Gasthaus auf der Tierwis zu bauen. Die SAC- Sektionen Toggenburg und Säntis bewilligen diesen Bau.

1902-1903

I dene Johre baut me d Weertschaft. S Material kurblet me met enere Säälwönde vo de Schwägalp onne ue. För emol ufezüche bruuchet vier Maa zwo Schtond.

Das Gasthaus wird gebaut. Das Material wird mit einer von Hand betriebenen Seilbahn von der Schwägalp zur Tierwis befördert. Um sie einmal hochzuziehen benötigen vier Personen zwei volle Stunden.

Bim Bau vom Gaschthuus. D Grondmuure stönd.

1904

D Sektione verchaufed d Klubhötte noch zäche Verhandlige för 1000 Franke an Johannes Zimmermann.

Die Sektionen verkaufen die Clubhütte nach zähen Verhandlungen für 1000 Franken an Johannes Zimmermann.

1908

werd d Tierwees vom Johannes Zimmermann a sin Soh, de Huldreich Zimmermann, vechauft.

Verkauft Johannes Zimmermann die Tierwis an seinen Sohn Huldreich.

1920

werd elektrisches Liecht installiert. De Strom chont vomene Diselgenerator. 

Auf Tierwis wird elektrisches Licht installiert. Der Strom wird mit einem Dieselgenerator erzeugt.

 

 

1922

De Huldreich Zimmermann vechauft d Tierwees an Johann Dähler.

Huldreich Zimmermann verkauft die Tierwis an Johann Dähler.

För s Matrazelager het mer früener bim Mittelbock gheuet ond den met em Bähnli id Tierwees transportiert

1928

Im Hornig veroofallt de Johann Dähler bimene Kontrollgang onderhalb vo de Tierwees. D Wertschaft werd vo sinere Frau ond vo de Tochter Hedwig Dähler wiitergfüert.

Johann Dähler verunglückt im Februar bei einem Kontrollgang unterhalb der Tierwis tödlich. Das Gasthaus wird von seiner Frau und deren Tochter Hedwig Dähler weitergeführt.

 

 

1942

De Kurt Bosshardt, de Maa vo de Hedwig Dähler, cha d Tierwees öbernee.

Kurt Bosshardt, Ehemann von Hedwig Dähler, erwirbt die Tierwis.

 

 

1966

De Kurt ond d Hedwig Bosshardt-Dähler öbergend d Tierwees em Schwigersoh ond de Töchter Hedi.

Kurt und Hedwig Bosshardt-Dähler übergeben die Tierwis an den Schwiegersohn und Tochter Hedi.

 

 

1977

D Tierwees werd a d Firma Säntisbau AG z Urnäsch vechauft.

Die Tierwis wird an die Firma Säntisbau AG in Urnäsch verkauft.

 

 

1978

D Famili Mariann ond Heiner Keimer, Bergfüehrer, pachted d Tierwees ond wertid drof.

Die Familie Marianne und Heiner Keimer, Bergführer, pachten die Tierwis und führen sie als Wirtsleute.

 

 

2008

Noch öber 30 Johr i de Tierwees velönd de Heiner ond Marianne met erne mittlerwiil erwachsne Goofe, em Roman, em Reto ond de Antonia, d Tierwees.

Nach über 30 Jahren verlassen Heiner und Marianne mit den erwachsenen Kindern Roman, Reto und Antonia die Tierwis.

 

 

2009

Im Maie chönd mer, d Famili Schoop vo Urnäsch, d Tierwees vo de Firma Säntisbau AG abchaufe. A de Uffahrt hend mer denn met grosse Freud s erscht mol chöne aafange werte.

Im Mai können wir, die Familie Schoop aus Urnäsch, die Tierwis von der Firma Säntisbau AG kaufen. An den Auffahrtstagen bewirten wir mit grosser Freude zum ersten Mal unsere Gäste.

S Chräzerli isch e wichtigi Stazio of em Weg zom Säntis gse.

Berggasthaus Tierwis

Familie Schoop

9107 Urnäsch
Berggasthaus: 071 364 12 35 
Privat: 071 364 25 23
info@tierwis.ch

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